In der Einrichtung wird anhand des konkreten Beispiels der Berkel die Verantwortung des Menschen für seine Umwelt, für die Bewahrung der Schöpfung aufgezeigt. Am Ökosystem dieses Flusses ist anschaulich dargestellt, wie sich unreflektiertes menschliches Verhalten nachteilig, ja existenzbedrohend auf andere Lebewesen auswirken kann, wie durch verändertes Verhalten im Sinne eines nachhaltigen Umgangs mit der Natur Schäden vermieden bzw. auch wieder "repariert" werden können.

Im Kirchengebäude sind verschiedene Aquarien mit lebendigen Fischen eingerichtet. In der Erdgeschossebene ist die Unterwasserwelt der Berkel dargestellt, in den Aquarien werden verschiedene Lebensbereiche der Fische und der sonstigen Unterwasserbewohner (Krebse, Insekten) von der Quellregion bis zur Mündung des Flusses gezeigt.


ICHTHYS, gr.: Fisch

Die Fische sind also eines der Hauptthemen, was sich gut mit dem griechischen Wort und Logo "ICHTHYS" (griechische Anfangsbuchstaben für "Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter"; "ICHTHYS" bedeutet übersetzt "Fisch") verbindet, ein uraltes (Erkennungs-)Zeichen des christlichen Glaubens.

Ein gelungenes Beispiel einer Umwidmung eines Gotteshauses in ein Gebäude, welches lebendige Tiere zeigt, ist das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund. Dazu schrieb Hans-Josef Joest in "Kirche und Leben" am 5.1.2006: "Fische in der Kirche? Gemeint sind keine urchristlichen Symbole, sondern meereskundliche Schaustücke. Sie beleben das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund, das größte Naturkunde-Museum Norddeutschlands. Die spannenden Ausstellungsstücke warten in einer ehemaligen Klosterkirche auf die Besucher. Das fröhgotische Kleinod wurde überzeugend für die Museumsbedürfnisse umgenutzt."


Aquarien

Auf der ersten Ebene sind die Aquarien zu sehen, die jeweils spezielle Biotope im Lebensraum der Berkel darstellen, angefangen in der Quellregion bei Billerbeck bis hin zum Mündungsgebiet der Berkel in Zutphen/Niederlande.

(Als Beispiele folgen einige Fotos aus dem "Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum, Tönning"; dort wird das Leben im Wattenmeer anschaulich präsentiert.)


Aquarien
Bitte mit der Maus auf das Bild gehen...

In den jeweiligen Themenbecken können die Tier- und Pflanzengesellschaften anschaulich gezeigt werden. Dabei wird auch der von Menschen verursachte Unrat auf dem Grund des Flusses an einer Spundwand in der Nähe eines Stauwehres dargestellt.


Aquarien

Gerade auch die kleinen Flussbewohner, die mancher vielleicht noch aus dem Biologieunterricht kennt, aber noch nirgendwo lebendig erlebt hat, begeistern die kleinen und großen Besucher/-innen und wecken das Interesse für den Natur- und Umweltschutz.


Aquarien
Bitte mit der Maus auf das Bild gehen...

Hier der Kleinfisch "Bitterling", der durch seine ungewöhnliche Brutpflege mit Hilfe von Muscheln auffällt, sowie der "Stichling", der durch seine Brutpflege mit eigenem Nestbau bekannt ist (in älteren Büchern wurde dieser Kleinfisch als unnütz oder bestenfalls als Dünger für die Felder oder zur Produktion von Fischmehl eingestuft).

Doch auch die großen Fische wie Hecht, Karpfen, Zander und Schleie begeistern die Besucher.

Auch die Lebensweise der Libellenlarven wird gezeigt, die jahrelang unscheinbar unter Wasser leben, bevor sie sich zu Juwelen am Himmel wandeln. In Terrarien wird die Welt der heimischen Amphibien und Reptilien gezeigt.


Aquarien

"Anfassen erlaubt": Insbesondere junge Menschen werden unmittelbar mit Natur in Berührung gebracht.


Aquarien

Die Einrichtung ist auf der 2. und 3. Ebene durch eine interaktive Ausstellung ergänzt, welche durch Infotafeln, durch "Animations-Vorrichtungen" die Besucher mit wichtigen Umweltthemen bekannt macht und z.B. Zusammenhänge zwischen Umweltverschmutzung/Klimawandel und persönlichem Verhalten verdeutlicht.


Aquarien
Bitte mit der Maus auf das Bild gehen...

Neben der Ausstellung vermittelt ein pädagogischer Dienst die komplexen Zusammenhänge der Umweltthemen in anschaulicher und unterhaltender Form - mit dem Ziel, Verhaltensänderungen herbeizuführen. Die Themen werden präsentiert durch Ausstellungsführungen, durch Seminare und Exkursionen an der Berkel und durch das Hochmoor, für alle Besuchergruppen zielgenau, von den Jüngsten im Kindergartenbereich und in den Schulen bis zu den Senioren.



Bitte mit der Maus auf das Bild gehen...

Im Hauptgebäude ist auf der 3. Ebene ein Planetarium mit ca. 8 Meter Durchmesser für ca. 65 Personen untergebracht. Hier erleben Besucher die Astronomie, die "Sterne des Himmels" sowie andere Phänomene aus den Naturwissenschaften.


Aquarien
Bitte mit der Maus auf das Bild gehen...

Es wird die alte Kulturlandschaft an der Berkel, die früher schiffbar war, dargestellt, die Lebensweisen der Menschen, die im Münsterland und in den Niederlanden an diesem Fluss gewohnt haben und noch wohnen. Hier werden auch die Wanderungen des Hl. Liudger in diesem Gebiet zwischen Utrecht und Münster beleuchtet, wo er vor 1200 Jahren das Bistum Münster gründete, wo er an der Quelle der Berkel in Billerbeck starb.

Die verschiedenen Mundarten der Region entlang der Berkel sind akustisch dargestellt. Es wird ein und derselbe Text (z.B. der "Sonnengesang" des Hl. Franziskus) in den vielfältigen Dialekten akustisch erlebbar gemacht, die von Ort zu Ort an der Berkel variieren.

Die Fotos zeigen als Vorbild die Tafel zu den zahlreichen friesischen und dänischen Dialekten in Norddeutschland (Multimar Wattforum Tönning).